Samstag, 4. Juli 2015

Öldruck

Auf den ersten längeren Strecken ist mir aufgefallen dass die Öllampe nach längerer Fahrt kurz anging. Kleiner Gasstoss, dann wieder aus.
Ich hatte den Öldruck bislang nur dadurch kontrolliert, das ich das Öl auf den Kipphebeln der Einlassventile beobachtet hatte als ich den Motor mit abgenommenen Ventildeckel betrieben hatte. 
Ich habe dann also zunächst ein öldruckgeber besorgt der zu dem Orginal Smith Öldruckanzeiger passt und beides eingebaut. Im kalten Zustand ist alles gut.  3,5 Bar im Standgas ... Was will man mehr ?
Wird der warm, geht's aber schnell bergab. Die Öldruckanzeige schwankt stark mit der Drehzahl und geht unter einen anzeigbaren Wert im Standgas bei heißem Motor.
Also Ölwanne ab und zunächst die Pleuellagermuttern kontrolliert. Die werden nicht sehr fest angezogen (28Nm) und ich wollte sichergehen, daß sich die nicht gelockert haben.
Ergebnis: Alle fest, auch die Kurbelwellen Lager.
Also Ölpumpe geöffnet. Ich war mir nicht mehr sicher ob ich das Spiel der Zahnräder kontrolliert hatte. Ergebnis: sieht eigentlich nicht verschlissen aus, allerdings hat die untere Halbschale einen Grat, der - wenn der sich nicht in die Bohrung des Deckels setzt - zu einer Undichtigkeit führt.
Schließlich ist mir aber aufgefallen, daß der Ölfiltereinsatz nicht korrekt in den Flansch gedrückt wird. Die Feder ist zu dünn und verschwindet im Ölfilter. Außerdem fehlt die Abdichtung von unten.
Das erklärt die schnellen Schwankungen des Öldrucks, da der Filter hier eine Dämpfungswirkung hat.
Das habe ich nun zunächst mit einer Unterlagscheibe gelöst und bislang war der Öldruck soweit ok.
Standgas 2,2 bar, Fahrtbetrieb 3,5 bar. Beides in heißem Aggregatszustand.








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