Montag, 2. November 2020

Wasser marsch ... oder 6pot Wasserpumpe überholen

Wenn eines klar ist, dann das beim 6pot "Spielmotor" die Wasserpumpe einen Lagerschaden hat. Lässt sich doch das Flügelrad schwerer durchdrehen als die Kurbelwelle...

Also ausgebaut. Ich habe ohnehin noch einen Überholsatz für eine 6 Zylinder Wasserpumpe herumliegen und könnte daran mal üben. 

Definitiv "beeindruckend" ist der Zustand des Impellers. Rost und "Schmodder" wohin mal sieht. 
So schlimm sah keiner der Impeller aus, die ich bisher in der Hand hatte. 
Ich vermute mal dass es daran liegt dass der Motor 30 Jahre mit eingefülltem Kühlwasser herumstand...


Nun wird es heikel. 
In meinem Fundus von 6pot Wasserpumpen finden sich verschiedene Bauarten was die Welle anbelangt. 
Von links angefangen: 

1. 
Baujahr unbekannt, "starrer" Lüfter,
Wellendurchmesser aussen 15,9mm (5/8"),
Wellendurchmesser innen 15,9mm (5/8")

2. 
Baujahr wahrscheinlich 1969, "starrer" Lüfter
Wellendurchmeser aussen 15,9mm (5/8"),
Wellendurchmeser innen 12,7mm (1/2")

3.
Baujahr wahrscheinlich 1980, Viskolüfter
Wellendurchmeser aussen 15,9mm (5/8"),
Wellendurchmeser innen 12,7mm (1/2")






Typ 1:
Baujahr unbekannt, "starrer" Lüfter  
Wellendurchmesser aussen 15,9mm (5/8"),
Wellendurchmesser innen 15,9mm (5/8")






Typ 2:
Baujahr wahrscheinlich 1969, "starrer" Lüfter
Wellendurchmeser aussen 15,9mm (5/8"),
Wellendurchmeser innen 12,7mm (1/2")






Typ 3:
Baujahr wahrscheinlich 1980, Viskolüfter
Wellendurchmeser aussen 15,9mm (5/8"),
Wellendurchmeser innen 12,7mm (1/2")






Vermutlich sind die Wellen von Typ2 und Typ3 gleich, allerdings habe ich es noch nicht geschafft den Adapter für den Viskolüfter abzupressen...

Weiter Unterschiede finden sich bei den mitgelieferten Impellern. Damit die Dichtung gut abdichten kann, muss die Lauffläche auf dem Impeller plan sein. Das bedeutet dass man entweder den alten Impeller abdreht, oder aber den Neuen verbaut der in der Regel dem Überholsatz beiliegt. 
Hier aber ergibt sich das nächste Problem, da die verschiedenen Bauformen unterschiedlich dicke Impeller aufweisen. 


Also den passenden Impeller genommen und vorne plan gedreht, so dass die neue Dichtung gut darauf laufen kann.


















Anschließend die Dichtung mit etwas Dirko eingepresst.
Danach kann man dann den Impreller aufpressen. 
Wichtig ist dabei immer die Abstände zu kontrollieren. Der Impreller darf maximal 7mm nach hinten überstehen. Die Flügelblätter sollen ca. 0,5mm vom Gehäuse entfernt sein (mit Fühlerlehre prüfen). Die exakten Angaben stehen im Werkstatthandbuch. 
Anschliessend nochmal das gleiche Spiel mit der Halterung für das Flügelrad.







Danach sieht das dann so aus ... und alles ist wieder wie neu :-)


Alles in allem kein Hexenwerk. Man braucht sich also wirklich keine Gedanken zu machen wenn man immer wieder hört dass keine Wasserpumpen mehr für den 6pot zu bekommen seien. 
Ja, man muss etwas "basteln", aber Raketentechnik geht anders ;-)

Keine Kommentare:

Kommentar posten